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neueste-ausgabe-des-lar-report-ist-online-   Die Dezember Ausgabe des LAR report wird ab heute an...

Erlebnisberichte

avignon-2007- Und plötzlich ging alles ganz schnell...In unserem Urlaub in Avignon...

Erlebnisberichte

Skiunfall (Jean-Michel Beck)

Gottseidank sind wir Mitglied bei der Air Rescue, die seinen Rückflug bereits für den nächsten Tag organisierte.

Unseren Winterurlaub hatten wir uns dieses Jahr ganz anders vorgestellt. Mein Sohn Jean-Michel ist für sein Alter ein guter Skifahrer, und wir sind auch nur auf einfachen Pisten gefahren. Dann ist er trotzdem gestürzt, so unglücklich, dass der Ski sein Schienbein durchschlagen hat. Ein komplizierter Bruch war das Ergebnis. Wir hatten nur eines im Sinn: So schnell wie möglich nach Hause! Hätten wir den Kleinen mit dem Auto zurückholen müssen, hätte ihm jede kleinste Erschütterung weh getan. Gottseidank sind wir Mitglied bei der Air Rescue, die seinen Rückflug bereits für den nächsten Tag organisierte.

Madeleine Beck

Und es ist nicht selbstverständlich, dass es einen Hubschrauber gibt…

Familie Peiffer aus Kaundorf - Mitglied bei der Air Rescue

Isabelle hat Besuch von einer Freundin. Gemeinsam laufen sie in den Pferdestall des Hofes. Die Mutter ruft ihrer Tochter noch nach, dass sie langsam machen soll. Doch da ist es schon passiert! Isabelle ist zu nah hinter einem Pferd vorbei gelaufen, dieses erschrickt sich und tritt aus. Der Huf trifft das 7-jährige Mädchen genau im Gesicht und drückt das ganze Auge ein. Das Gesicht ist voller Blut. „In diesem Moment denkt man nicht, man handelt nur.“ Während die Mutter den Vater, der ebenfalls nur wenige Meter entfernt ist, ruft, legt sie das Kind in die stabile Seitenlage. Der Vater informiert die 112 und dann geht alles ganz schnell. Nur wenige Minuten nach dem Notruf trifft der Rettungshubschrauber ein. Eine Stunde lang muss die medizinische Crew Isabelle am Unfallort behandeln, bevor sie mit dem Hubschrauber in die Kinderklinik Luxemburg geflogen werden kann. Die dort sofort ausgeführten Tests ergeben keine Hinweise auf lebensbedrohliche Hirnverletzungen oder Schäden an der Wirbelsäule. Aber Isabelles Auge ist in Gefahr und sie droht zu erblinden. Nicht nur, dass das Auge schwer eingedrückt ist, sondern es hat auch einen Riss. Isabelle muss schnellstmöglich operiert werden. Aus diesem Grund wird die 7-Jährige umgehend mit dem Hubschrauber der Air Rescue nach Lüttich in die pädiatrische Abteilung der Universitätsklinik verlegt. Dort wird sie noch am selben Abend operiert. Das Auge kann gerettet werden und die Sehkraft wird teilweise wiederhergestellt. „Man nimmt den Hubschrauber immer als selbstverständlich. Doch nur dank der Air Rescue konnte unsere Tochter innerhalb kürzester Zeit in eine Spezialklinik verlegt und dort operiert werden.“ Familie Peiffer unterstützt die Air Rescue gerne, denn sie hat erlebt, wie wichtig die schnelle Hilfe aus der Luft ist.


Innerhalb von 5 Sekunden war es passiert

Innerhalb von 5 Sekunden war es passiert

Auf diesen Urlaub in Südfrankreich hatte sich Familie Poulles schon lange gefreut. Kurz vor Urlaubsende wollte Frau Poulles noch einmal einen Ausritt mit dem Pferd machen. An dem Samstag jedoch wehte ein starker Mistral und die Pferde waren sehr unruhig. Bereits nach 5 Sekunden warf das Pferd die erfahrene Reiterin ab. Sie hatte unglaubliche Rückenschmerzen und konnte sich kaum bewegen. Die Schmerzen während der Fahrt mit der Ambulanz nach Nîmes erschienen ihr schier unerträglich. Im Krankenhaus dann die Diagnose: 2 gebrochene Wirbel und eine Operation schien unumgänglich. Frau P würde sich für mindestens 3 Wochen nicht bewegen dürfen. Es war klar, dass die Familie Hilfe brauchte und Herr P verständigte umgehend die Luxembourg Air Rescue. Nach Absprache mit dem Arzt vor Ort organisierte die LAR den Rücktransport nach Luxemburg. Aufgrund der Verletzungsart, die bei Erschütterungen zu großen Schmerzen führt, sowie der Tatsache, dass Frau P sich nicht bewegen durfte und konnte, kam für die Repatriierung nur ein Ambulanzflugzeug in Frage. „Ich dachte nicht, dass extra ein eigenes Flugzeug nur für mich kommen würde!... Ich fühlte mich wirklich gut aufgehoben und optimal versorgt…“ Frau P ist froh, dass sie den langwierigen Heilungsprozess in Luxemburg angehen konnte.

Laetitia Poulles-Roy

Ich dachte, ich würde hier sterben

Familie Norbert Eicher aus Graulinster - Seit 18 Jahren Mitglied bei der Air Rescue

Es fing an mit nur leichten Bauchschmerzen. Hinzu kamen Übelkeit und leichtes Fieber. Zunächst glaubte Norbert Eicher, dass er eine leichte Erkältung hätte. Als Reiseführer wollte er im portugiesischen Porto ein Kreuzfahrtschiff besteigen, doch kurz nach seiner Ankunft wurden die Schmerzen fast unerträglich. Im Krankenhaus wurde er von drei Ärzten untersucht. Aber selbst der Einsatz von Ultraschall brachte zunächst keine Diagnose. Eine fast endlose und quälende Wartezeit verging, überwiegend auf dem Krankenhausflur. Erst nach mehr als vierzehn Stunden, die definitive Bestätigung: Blinddarmdurchbruch – akute Lebensgefahr! Die Notoperation wurde umgehend vorbereitet. Machten die Operationssäle noch einen guten Eindruck, so erlebte Norbert Eicher auf seinem Krankenzimmer ein wahres Martyrium. Ein knapp zwanzig Quadratmeter großes Zimmer musste er sich mit acht weiteren Patienten teilen. Für den ganzen Flur gab es nur zwei Duschen und zwei Toiletten in einem unhaltbaren hygienischen Zustand. „Man kann sich meine Situation nur schwer vorstellen. Ich habe kein Wort verstanden, es war unglaublich laut, die Toiletten waren verschmutzt. Wir lagen dicht an dicht mit dem nächsten Bettnachbarn in diesem kleinen Zimmer. Ich dachte, ich würde hier sterben”, erinnert sich Norbert Eicher an die schlimmsten Stunden seines Lebens. Seine Frau flog mit dem ersten verfügbaren Flugzeug von Luxemburg nach Porto und informierte als LAR-Mitglied umgehend die Air Rescue. Alles Weitere ging dann sehr schnell. Kaum war Norbert Eicher stabil, organisierte die LAR seinen Rücktransport unter ärztlicher Aufsicht der Spezialisten aus dem Air Rescue Team. „Die Ärzte in Porto wollten mich zunächst nicht entlassen. Sie hatten keine Vorstellung von einer Repatriierung”, bestätigt Norbert Eicher im Rückblick und fügt hinzu: „Erst als sie sahen, dass dort ein Arzt und ein Krankenpfleger mit hochmoderner medizinischer Ausrüstung kamen, um mich abzuholen, stimmten sie dem Rücktransport zu.” Dabei war Norbert Eicher der Luxembourg Air Rescue (vor 18 Jahren) nur beigetreten, um ihre Arbeit grundsätzlich zu unterstützen. Dass er selbst einmal in eine akute Notlage kommen würde, hätte er sich nie träumen lassen: „Man denkt immer, es passiert den anderen, aber nicht mir.”

Juni 2010

Familie Schaack aus Marnach

Eine Sekunde, die über Leben und Tod entscheidet

Familie Costa Magalhaes aus Wiltz - Seit einem Jahr Mitglied bei der Air Rescue

Die Straße ist unübersichtlich und die Autos fahren schnell. Mutter Maria steht mit ihren beiden Töchtern am Straßenrand. Die 6-jährige Diana hält sie auf der einen Seite an der Hand, die 9-jährige Alexandra steht auf der anderen Seite direkt neben ihr. Alexandra kennt die Straße sehr gut, ihre Freundin wohnt hier und sie passt immer sehr gut auf. Sie schauen links, dann rechts, die Mutter will schon über die Straße, als Alexandra meint, dass noch ein Auto von rechts kommt. Das Auto von rechts fährt vorbei, und Alexandra unterläuft ein fataler Fehler: Sie vergisst noch einmal nach links zu schauen. Innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde geschieht das Unglück. Alexandra läuft los, wird von einem Auto erfasst und über die Motorhaube auf die Straße geschleudert. Ihre Mutter rennt sofort zu ihr, sie ruft ihren Namen, doch die Tochter reagiert nicht, erst als die Mutter lauter schreit, reagiert Alexandra endlich - sie weint. Alexandra kommt zur ersten Versorgung in das nahe gelegene Krankenhaus Wiltz. Schnell ist klar, dass Alexandra eine gebrochene Hüfte hat. Eine schwere Schädelverletzung können die Ärzte ausschließen, aber viele innere Verletzungen, Blutungen oder Hirnschäden äußern sich erst innerhalb der ersten 24-48 Stunden. In Wiltz fehlen die Mittel um Alexandra optimal zu behandeln. Das Krankenhaus ist nicht auf Kindernotfälle spezialisiert. Eine Verlegung in die Kinderklinik in Luxemburg wird umgehend angeordnet. „In dem Moment waren wir sicher, dass der Hubschrauber Alexandra das Leben rettet”, erzählt Maria, die Mutter, denn was wäre gewesen, wenn sie mit der Ambulanz die 60 Kilometer hätte gefahren werden müssen und sie hätte doch mehr gehabt als eine gebrochene Hüfte? Die ersten kritischen 48 Stunden nach dem Unfall machten Alexandras Eltern kein Auge zu. „Diese Zeit war so schrecklich für uns, doch Alexandra, gab uns unglaublich viel Kraft mit ihrem positiven Wesen”. Alexandra hatte noch einmal großes Glück. Ihre gebrochene Hüfte ist heute wieder komplett verheilt. „Wir wollten immer schon Mitglied bei der Air Rescue werden. Nach diesem Erlebnis habe ich unsere Familie sofort eingeschrieben.” Dann erzählt Maria noch, dass sie immer geglaubt hat, dass so etwas nur anderen passiert, aber nun leider selbst erfahren musste, wie schnell ein Unfall passieren kann.

Juni 2010

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