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08/08/2011 Eisbärenattacke auf Spitzbergen

 

Luxembourg Air Rescue bringt schwerverletzte Patienten zurück in die Heimat 

Der tragische Unfall, wobei auch ein britischer Jugendlicher auf der Polarinsel Longyearben auf Spitzbergen durch einen Eisbärenangriff getötet wurde, hatte sich gerade ein paar Stunden zuvor ereignet, als die Luxembourg Air Rescue kontaktiert wurde, um sowohl einen der schwerverletzten Jungen wie auch einen schwerverletzten Betreuer in ihre Heimat nach Großbritannien zu repatriieren.

Umgehend wurden sämtliche Vorbereitungen im Control Center der Luxembourg Air Rescue auf dem Flughafen getroffen, die Flugpläne entworfen, die Crews informiert, damit die voll intensivmedizinisch ausgestatteten Ambulanzflugzeuge der LAR zeitig am Sonntagmorgen Richtung Tromsö fliegen konnte, um die jungen Patienten umgehend zur weiteren Versorgung in ihre Heimat zu fliegen.

Die beiden Verletzten, ein Jugendlicher im Alter von 16 und einer der Betreuer im Alter von 27 Jahren wurden bei dem Eisbärenangriff schwer am Kopf und im Gesicht verletzt.

Die norwegischen Rettungsdienste hatten, gleich nach dem Unglück, einen Rettungshubschrauber vom Festland auf die Insel geschickt, um alle Verletzten nach Tromsö in Krankenhäuser zu bringen. Die 2 Patienten wurden dort notoperiert, denn durch die scharfen Zähne des Eisbären wurden einige Knochen am Kopf fragmentiert und mussten umgehend durch eine neurochirurgische Operation herausgenommen werden. Des Weiteren erlitt der zweite Patient schwere Bissverletzungen an den Schläfen und am Ohr, der Gesichtsnerv und die Hirnhaut wurden verletzt.

Die Luxembourg Air Rescue, ist am Sonntagmorgen mit ihrer ersten Maschine in Tromsö gelandet, um einen der Patienten umgehend im Krankenhaus abzuholen, und nach einer letzten Untersuchung der vitalen Funktionen für den Flug nach Southampton vorzubereiten und zu stabilisieren. Der Flug im Ambulanzjet verlief unter intensivmedizinischer Betreuung komplikationslos, der tapfere junge Patient wurde in Southampton durch die medizinische Crew der LAR ins Krankenhaus zur weiteren Versorgung gebracht.

 

Ein zweites Ambulanzflugzeug der LAR positionierte sich ebenfalls gestern in Tromsö, doch der Patient, einer der Betreuer des Lagers, ist noch nicht stabil genug, um eine sichere Rückholung zu gewährleisten. Er wird im Laufe des heutigen Morgens unter höchster intensivmedizinischer Versorgung der LAR zurück nach England geflogen.

 

Sommerzeit heißt Urlaubszeit und bedeutet für die Luxembourg Air Rescue Hochsaison. Und so sind alle Ambulanzflugzeuge der LAR rund um die Uhr und weltweit im Einsatz, um schwerverletzte und -kranke Patienten aus medizinisch prekären Situationen in die Heimat zurückzufliegen. Der Haupteinsatzbereich ist zurzeit der Mittelmeerraum, jedoch hat die LAR in den letzten Wochen auch Patienten aus den entferntesten Gegenden der Welt rapatriiert, und war unter anderem in China, Kanada, Kasachstan, in der Mongolei und auf Bali in Indonesien im Einsatz.

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